|
Das Jahr 1953 brachte nach großem Verletzungspech und Wohnortwechsel einiger Spieler den Abstieg der 1. Mannschaft in die 2. Kreisklasse.
Der Verein, und allen voran Geschäftsführer V. Tomiczek, standen vor der schwierigen Aufgabe des Wiederaufstiegs. Schon 1954, ein Jahr nach dem Abstieg, gelang dieses kleine Fußballwunder; mit jungen Spielern aus der eigenen Jugend wurde die Meisterschaft im letzten Spiel gegen den S.S.V. 51 Bottrop (4:1) geschafft.
Nach der sportlichen Rehabilitierung konnte man neue Ziele in Angriff nehmen. Ein großes Ärgernis war von Anfang an das Fehlen von geeigneten Umkleideräumen in unmittelbarer Nähe zum Sportplatz. Man zog sich in der Liesenfeldschule um und musste danach zum Sportplatz an der Beckstraße laufen. 1955 konnte unter der Leitung von Geschäftsführer V. Tomiczek und dem 1.Vorsitzenden A. Tatarczyk mit dem Bau einer neuen Umkleidegelegenheit auf einem angepachteten Gelände des Bergwerkes Arenberg, begonnen werden. Nachdem die Stadt Bottrop dem Verein die Zustimmung zur Herausnahme der 1m langen Randsteine des Fahrradweges Prosperstraße gab, wurde mit vereinten Kräften, wenig Geld und mit Baumaterial, welches vom Bergwerk Arenberg bereitgestellt wurde, der Rohbau fertig. Nach der Verlängerung des Pachtvertrages seitens des Bergwerks auf 15 Jahre, konnten weitere Gelder und Beihilfen der Stadt Bottrop in Anspruch genommen und der Rohbau fertiggestellt werden.
Am 21.Oktober 1956 wurde im Rahmen einer kleinen Feier die Einweihung der neuen Umkleidekabinen, welche mit einer vom 1.Vorsitzenden selbst entwickelten Warmwasseranlage ausgestattet wurden, mit dem ersten Spiel der Alt-Herren-Abteilung (1:2 gegen den S.V. Bottrop Eigen 1911) gefeiert.
Im Jahre 1956 kam man dem Ziel des Bezirksligaaufstieges sehr nahe, doch im Spiel gegen Buschhausen kam es zu Raufereien und Folge dessen zum Spielabbruch. Das Spiel wurde als verloren gewertet und das nächste Heimspiel gegen Vorwärts gesperrt, Vowärts 08 bekam die Punkte und der Aufstieg war dahin.
1958 wurden mit Bernard Stachowski und Alfred Duda erstmals Spieler des Vereins in die Bottroper Stadtauswahl berufen.
Am 31.01.1958 verstarb der Ehrenvorsitzender Kleine-Döveling.
Am Ende des Jahrzehnt wurde es innerhalb des Vereins wieder ein wenig turbulent. Am 09.11.1958 kam es deshalb zur außerordentlichen Mitgliederversammlung, in welcher die Arbeit des Vorstandes heftig kritisiert wurde. In der Annahme, das daß Vertrauen zum Vorstand nicht mehr gegeben ist, stellten der 1. Vorsitzende Schwanke und der Geschäftsführer Tomizcek ihr Amt zur Verfügung. Die Mitglieder erreichten mit Hilfe einer geheimen Abstimmung jedoch die Weiterarbeit des Vorstandes bis zur kommenden Jahreshauptversammlung.
Nach dem Tod des Ehrenvorsitzenden Kleine-Döveling am 31.01.1958 wurde in der Mitgliederversammlung August Fojcik zum neuen Ehrenvorsitzenden gewählt.
Im Laufe des Jahres beruhigten sich die Gemüter wieder.
Am 23.02.1959 verstarb jedoch der 1. Vorsitzenden Kurt Schwanke. In der Jahreshauptversammlung am 28.05.1959 wurde mit H. Tartarzcyk ein altgedientes Vereinsmitglied zum ersten Vorsitzenden gewählt. Im laufe der Versammlung wurden K. Kurtz und V. Tomiczek mit der goldenen und Körner, Schymura, Poppek, S. Kucharczyk, Stetten, Jagner, Wieczorek, R. Czernotta, A. Bugla, J. Korbel, Zmarly und Buhl mit der silbernen Ehrennadel geehrt
Des weiteren setzte man mit K. Kurtz erstmalig einen Sozialbetreuer ein, der den Spielern in Schadensfällen den nötigen Beistand seitens des Vereins gab.
Im gleichem Jahr wurde auch eine Pfingstfahrt nach Holland unternommen aus der ein fester Kontakt zum dortigen Verein Delfia entstand.
Erfreulich entwickelte sich Ende der 50iger Jahre die 2.Mannschaft, die den Aufstieg in die 2.Kreisklasse schaffte
Mittlerweile stieg die Anzahl der aktiven Mitglieder beträchtlich an, so daß über eine 3.Mannschaft nachgedacht wurde. Man ließ diesen Gedanken jedoch fallen und meldete statt dessen eine Jugendliga, um die jüngeren Spieler besser an die 1.Mannschaft heranzuführen.
1959 fuhr die A-Jugend für 10 Tage in die damalige DDR.
In Karl-Marx-Stadt wurde vor 30.000 Zuschauern ein 3:3 Unentschieden erreicht. In Zwickau gegen den DDR-Jugendmeister 2:2 Unentschieden gespielt. Zonenmeister Klingenthal wurde 2:0 und Mit-Waide 11:1 geschlagen.
Es war ein unvergessliches Erlebnis für die Jugendspieler des S.C. Viktoria 21.
Sportlich stagnierte jedoch die Entwicklung der 1. Mannschaft bis in die 60iger Jahre, da es immer wieder an einem guten Torhüter mangelte. Kurt Mollmann, ein talentierter Torwart verunglückte tödlich unter Tage.
|
|